Course overview
Lektion 1 - Reframing
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Reframing

Ziele: 
  1. Die Definition von Reframing kennenlernen und erfahren, was Glaubenssätze sind, welche Arten es gibt und wie du sie entzaubern kannst.
  2. Sich im Gedankenstretching trainieren
1 Reframing
   1.1 Was ist Reframing?


Brainee zu Potenzialentfaltung und Reframing: Geht es nicht vielleicht doch?

   1.2 Was sind Glaubenssätze?
         1.2.1 Irrationale Glaubenssätze
         1.2.2 Wie sind Glaubenssätze?
   1.3 Glaubenssätze geordnet nach Intensität
   1.4 Arten von Glaubenssätzen


   Erklärix zu Reframing

Zwei Brainees zu Reframing

2 Gedankenstretching
   2.1 Innere Gegensätze erkennen und inkludieren
   2.2 Haltungsändernde Glaubenssätze und positive Glaubenssätze vermehren
   2.3 Glaubenssätze über Biofeedback identifizieren und verändern

3 Training
   3.1 Gedanken verdrehen
   3.2 Gedanken entzaubern

   3.3 Glaubenssätze kategorisieren
   3.4 Training zu den Meta-Sätzen

   Zusatz: Witz über Abraham Maslows Leiche und Erklärix


Reframing zum Herunterladen

Literaturverzeichnis 

Pflichtlektion 10
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1 Reframing

Wusstest du, dass nicht alle Schwäne weiß sind und nicht alle Krähen schwarz? Auch der Psychologe und Philosoph William James hat schon nach der weißen Krähe gesucht. Doch gibt es sie wirklich? Suchst du auch das Ungewöhnliche? Das Außergewöhnliche? 

Im Reframingmodul (Modul 2) und im Changingmodul (Modul 3) findest du sie. Diese weiße Krähe und die schwarzen Schwäne ... wenn du sie sehen und erkennen willst. Habe Geduld und die Farben werden sich wechseln.

Hast du dich schon mal gefragt, wie machtvoll negative Gedanken sind? 

Ein starker negative Gedanke zieht eine Negativ-Kette mit sich her: Negative Gedanken lösen unstimmige Diskrepanzgefühle aus. 

Diese Diskrepanzgefühle lösen wiederum Körperreaktionen aus, die bei negativen Gedanken nicht unbedingt sozial-verträglich sind. Letztere verursachen ernsthafte Erkrankungen und können sogar zum Tod führen. Negatives Denken verändert die DNA in einer krebsfreundlichen Weise. 

Emotionale Wut verkürzt die Telomer-Länge (DNA-Endkappe), die das Altern beschleunigen und das Risiko von Krebs erhöht. Dr. Gerhard Bittner, dt. Zentrum für Mentness, hat herausgefunden, dass schon ein einziger negative Gedanke ausreicht, um im Körper eine schädigende Körperreaktion auszulösen (Beweis: Deltamuskeltest und der Carrerabahntest). Teilnehmer können ihre negativen Gedanken anschaulich an einer speziell dafür gebauten Carrerabahn austesten. Der Hautwiderstand dient als Gaspedal. Denkt jemand etwas Negatives, wird die Geschwindigkeit erhöht. Oft flog das Auto sogar aus der Kurve. Deshalb ist es sinnvoll, rechtzeitig das Reframing zu schaffen.


Reframing ist für mich die Flügel auszubreiten und zu fliegen, wenn wir zum Fliegen bestimmt sind. Trotz Katastrophen im Leben, die auch mir passieren, schreibe ich täglich neue und lebensdienliche Strophen.

Sei der Schöpfer deiner Gedanken und nicht das Opfer deiner Gedanken.

Bild: Berner Zeitung

1.1 Was ist Reframing?

Alles beginnt mit dem ersten neuen Gedanken. Reframing ist die Kompetenz, Situationen durch Perspektivenwechsel neu zu denken. 
Reframing ist Identitätsfindung. Identität ist immer ein Kompromiss mit den gesellschaftlichen Lebensmöglichkeiten und WIE der Grad der Selbstbestimmung (locus of control) ausgelebt werden kann. Viele Menschen haben einen negativen „locus of control“, z. B. in Form einer gelernten Hilflosigkeit oder eine gelernte Unreife. Fast jeder (ausgenommen organische Schäden im Gehirn) kann Verhaltensmuster reorganisieren und modifizieren, wenn er es will und wenn er sich auf den Weg zur Veränderung begibt und dabei aufkommende Hindernisse als Herausforderung aus „alten Gedankenrillen“ betrachtet. Ausdruck von V. B. Birkenbihl.

Reframing ist die Inklusion der wahren Identität und der Gegensätze in uns. Am Ende von Modul 2 wirst du diesen Satz noch intensiver verstehen können.
  • Identität als eine Beziehungsleistung: 
    "Ich löse mich von alten unstimmigen Zusammenhängen und sorge für stimmige Beziehungen."
  • Identität als eine Relativierungsleistung: 
    "Ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt: Alle Ichs WOLLEN glücklich sein und ich bin eine / einer von vielen."
  • Identität als Kontinuum: 
    "Ich erlebe die Veränderung und weiß dennoch, ich bin immer noch der- oder dieselbe."
  • Identität als innere Differenzierung: 
    Inklusion – so bin ich und so möchte ich sein. Alle Facetten gehören dazu - Stärken und Schwächen. Unstimmige Glaubenssätze werden verändert. Der Mensch lebt seine dynamischen positiven entgegensetzten Werte und achtet auf Unwerte. Er positioniert sich bei Unwerten und geht aktiv gegen Unfairness vor. Er tut alles, was in seiner Macht steht, auch wenn er gerade wenig Ressourcen dafür hat, um sich für Fairness einzusetzen. Er kennt auch seine Grenzen und lässt los, um sich nicht zu überfordern. Mit Selbstmitgefühl ist dies gut zu meistern.
  • Dieses vierfache Identitätserlebnis kann wie eine dritte Geburt wirken. Die zweite Geburt (geistige Geburt) ist das erste Ich-Erlebnis, in der ein neu entdeckter Innenraum vermessen wird. Es entsteht ein zweites Ich, das das bisherige Ich, das in Einheit mit der Umgebung lebte, fragend anschaut. Die dritte Geburt ist, wenn alles Ungute emotional wegfällt und du dich nur noch elektrisiert und frei fühlst.
  • Ein unvergesslicher lang andauernder Glücksmoment findet bei beiden „Nachwehengeburten“ statt.
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Verinnerliche den ersten Meta-Satz in dieser Lektion:

  Ich liebe es, mich täglich zu meinem Wohle zu verändern.
  Ich bin der Schöpfer meiner Gedanken.
  Bei Katastrophen schreibe ich neue Strophen, die mich wieder nach oben bringen.
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   Reframing
    Schau dir das Video von Vera B. Birkenbihl an und gestalte ein KaWA mit dem Wort "Reframing".
 
 
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1.2 Was sind Glaubenssätze?

  1. Kein Glaubenssatznetzwerk gleicht dem anderen, weil keiner genau die gleichen Erfahrungen  durchlebt hat – nicht einmal Zwillinge. 
  2. Glaubenssätze sind in den meisten Fällen irrationale Annahmen und Schematisierungen: „Es war schon immer so und es ist nun mal so ...", „Die Menschen / Das Leben...“, „Man kann / darf / soll / muss / ist (nicht) ...“, „Ich bin ...“, „Er / sie ist / sind …“. Demnach sind Glaubenssätze Erfahrungswerte und Annahmen, von denen wir glauben, dass sie wahr oder unwahr sind. 
  3. Sie sind Lebensregeln, die Menschen für wahr halten. Sie sind gleichzeitig auch Interpretationen und Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen sowie individuellen Theorien, warum etwas so und nicht anders ist. 
  4. Sie sind die Grundlage des alltäglichen Handelns und für den Einsatz von Kompetenzen bestimmt. 
    Glaubenssätze beeinflussen, was wir denken und wahrnehmen bzw. was wir uns erlauben zu denken und wahrzunehmen und was wir für möglich halten. 
  5. Glaubenssätze sind konkrete innere Sätze, Aussagen, Überzeugungen, Gedanken …, die wir über uns glauben und zwar mit einem Gefühl von absoluter Sicherheit. Dies zu durchbrechen, ist zwar eine Herausforderung, jedoch machbar. 
  6. Viele verinnerlichten negativen Glaubenssätze sind den Menschen (leider) oft nicht bewusst bzw. nur VORbewusst. Sie haben meist keine Ahnung davon, dass sie diese negativen Glaubenssätze besitzen und entsprechend danach denken, fühlen und handeln.
  7. Glaubenssätze sind Musteraktivierungen aus früheren Erfahrungen. Sie sind die Programmierungen aus der Kindheit. 
  8. Man bezeichnet sie als ein ganzheitliches neurolinguistisches Programm, welches im Unbewussten mit der damaligen Gefühlsgrundlage abläuft.
  9. Ein Gedanke ist fast immer linguistisch, weil wir ihn mit Sprache denken. 
  10. Ein Gedanke kann da sein oder nicht, wenn wir ihn nicht glauben, hat er keine Relevanz und Bedeutung. „Glaube nichts von dem, was du sagst.“ 
  11. Glaubenssätze stützen sich auf: Erfahrungen, Entscheidungen, Erinnerungen, Einstellungen, Paradoxien …
  12. Sie sind Lebensgeschichten und geben ein Gefühl der Sicherheit (Statemanagement), doch leider auch oft ein Gefühl der Unsicherheit.
  13. Deshalb benötigen Menschen Inklusionsglaubenssätze: Ein Inklusionsglaubenssatz in Bezug auf Unsicherheit würde lauten: „Trotz Unsicherheit tue ich es.“. Demnach wird die Unsicherheit in die Persönlichkeit mit inkludiert und auch die gegenteilige Erfahrung wird möglich.
  14. Unsere Begrenzungen sind allein dadurch begründet, dass wir unsere Gedanken glauben. Bleib neugierig auf dich, auch, wenn du die Lösung noch nicht kennst. 
    Manche Kinder haben schon gelernt, sich „unsichtbar“ zu machen. Deshalb wäre es elementar von Bedeutung, auf die ruhigen Kinder ebenso zu achten. In der Regel haben Kinder noch wenig einschränkende Glaubenssätze. Sie sind eher federnd. Mal sind sie reines BewusstSEIN und mal EGO mit verinnerlichten einschränkenden Glaubenssätzen. Dennoch sind diese noch nicht so rigide und festgefahren wie bei Erwachsenen. 
  15. Sie werden es erst im Laufe der Zeit und die Kinder verlieren durch den Leistungsdruck immer mehr ihr empathisches und mitfühlendes BewusstSEIN – Einfach nur DA SEIN und präsent SEIN. In der Pubertät hinterfragen sie alles, was sie gelernt haben. 
  16. Die meisten schaffen diese Identitätsdiffusion ohne große Probleme, dennoch kann viel getan werden, um ihnen diesen Prozess zu erleichtern.
    Glaubenssätze entwickeln sich durch Regeln, Gesetze, Verbote, Gebote, Richtlinien, Sprichwörter, Rollenbilder, Mythen, Geschichten, Märchen … Wir sind überzeugt, dass sie auf uns zutreffen, weil sie uns als Kind und als Jugendlicher sowie manchmal auch noch im Erwachsenenalter tausend Mal von unseren Bezugspersonen introjiziert (hineinwerfen - eingetrichtert) wurden. 
  17. Darüber hinaus sind Glaubenssätze starke innere Bilder. Entweder sie lassen die innere Sonne (das Licht in den Augen) erstrahlen oder sie lassen sie verdunkeln (die Augen werden trübe – der Körper wird krank).
  18. Entweder blähen Menschen ihr Ego mit entsprechenden Glaubenssätzen auf (Ich bin der / die BESTE!) oder sie machen sich klein (Ich bin nicht gut genug!). Nur ein stimmig-authentisches Ego ist ein gesundes Ego – gesunder Selbstwert, der auch schwach sein darf. 
  19. Menschen haben Angst, über ihre Grenzen hinweg zu denken. Sie haben Angst, zu versagen oder ausgelacht zu werden. Sich dieser Angst zu stellen und zuzugeben – ja, ich habe einen Fehler gemacht – bringt Menschen dazu, mehr zu leisten, als sie leisten wollten.
  20. Wir brauchen für unsere Entwicklung das Ego im Gleichgewicht mit dem Seelen-Bewusstsein und wir brauchen auch die Vorstellung, was wir darüber hinaus noch alles sind oder sein könnten. 
    Wir sind mehr als wir denken zu sein, wenn wir uns nur mehr zutrauen würden. Jeder hat Potenzial und dieses Potenzial kann entfaltet werden. Jeder Mensch kann über seine Potenziale hinauswachsen, wenn er gemeinsam mit anderen wachsen kann.
  21. Nach Robert Dilts  schützen sich Glaubenssätze gegen Veränderungen wie durch eine „Nebelwand“.
    Das ist die tatsächliche oder die vorgetäuschte Konzentrationsschwäche: „Es ist dunkel.“, „Ich bin müde.“, „Ich sehe nur noch Nebel.“, „Ich habe nur noch Matsch im Kopf“ bzw. es wird auch mit einem plötzlichen Themenwechsel gekontert. 
  22. Eine mögliche Auflösung des Nebels: „Willst du wissen, was hinter dem Nebel ist?“ Wenn mit einem klaren „JA“ geantwortet wird, dann Ressourcen aufbauen und nachfragen.
    Mögliche Lösung bei Themenwechsel: Nicht mitgehen, sondern konsequent zum Thema zurückkehren.
  23. Fische im Traum (Bild von einer „eingeladenen“ Projektion). Gegen Projektion hilft: wach zu sein und zu werden gegenüber den eigenen Erwartungen sowie gegenüber dem eigenen Gefühl, man wüsste schon, was als nächstes kommen wird. Fische wissen nicht, dass sie im Wasser leben. Wie können Menschen ihr Fischdasein verlassen und sich selbst durchschauen?
  24. Roter Hering: Eine falsche Fährte wird gelegt, indem ein logisches Konstrukt für die Glaubenssätze / Gefühle / Verhalten geliefert wird.
  25. Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit. Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. 1998 – Robert B. Dilts - S.43 – ISBN 3873870304
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Verinnerliche folgende drei Meta-Sätze:

  Ich darf so viele gute Gefühle haben, wie ich will.
  Sei gewiss, dass du niemanden gute Gefühle wegnimmst, wenn du selbst welche hast.
  Du hast die Macht über deine positiven Gefühle
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1.2.1 Irrationale Glaubenssätze

  • Irrationale Glaubenssätze sind geprägt durch Metamodellverletzungen. 
  • Das sind Aussagesätze mit Nominalisierungen, Konjunktionen (Ursache-Wirkungs-Prinzip, Komplexe Äquivalenzen), Modaloperatoren (es muss so sein). 
  • Glaubenssätze können Berechtigungen (Erlaubnisse) aber auch starke Einschränkungen bis absolute Verbote beinhalten. Wenn sie für die Gemeinschaft gut sind, sind es positive Glaubenssätze (die Unversehrtheit des Körpers achten.)
  • Wenn sie für die Gemeinschaft schädlich sind, sind es negative kollektive Glaubenssätze. 
  • In einem Glaubenssatzsystem werden Aussagen darüber getroffen, was jemand (nicht) kann / darf / soll / muss / ist. Es werden unverrückbare Feststellungen gemacht, wie Dinge sich zueinander verhalten bzw. wie die Welt ist und tickt. Das kann bei einer negativen Glaubenssatzstruktur sehr persönlichkeitsschädigend sein.

1.2.2 Wie sind Glaubenssätze?

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Verinnerliche folgende Meta-Sätze:

  Gute Entscheidungen kannst du ausschließlich mit guten Gefühlen treffen.
  Du hast die Verantwortung für deine guten Gefühle.
  Du hast auch die Verantwortung Unwohlgefühle zu inkludieren und sie zum Wohle aller wieder zu transformieren.
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Verinnerliche folgende Meta-Sätze:

 Ich bin bereit, meine glückshinderliche Glaubenssätze in glücksbringende zu verändern.

 Ich bin voller Tatenlust es zu tun.
 Ich bleibe an meiner Entwicklung dran und nehme mir jeden Tag 1 - 2 Stunden dafür Zeit.
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1.3 Glaubenssätze geordnet nach Intensität


1. Meinungen

2. Glaubenssätze / Annahme

3. Überzeugungen (Wissen)


Paul Watzlawick unterscheidet zwischen Wahrheiten erster Ordnung (sehen alle so) und Wahrheiten zweiter Ordnung (sehen nicht alle so).

Glaubenssätze befinden sich nach Robert Dilts auf der logischen Ebene 4 
(siehe die logischen Ebenen nach Dilts in der Präsentation: „Change with a lovely smile“).


Er bietet eine Unterteilung von Glaubenssätzen an aufgrund von den:

1. Ursachen aus der Vergangenheit,

2. der jeweiligen emotionalen Bedeutungen in der Gegenwart und aufgrund der

3. Grenzen und Möglichkeiten im Hier und Jetzt und für die Zukunft

Diese drei Unterteilungen können sich auf die Welt beziehen, die uns umgibt, auf das gezeigte Verhalten, auf die notwendigen Kompetenzen bis hin zur Identität und Integrität der jeweiligen Person bzw. Kultur.



1. Ursache-Wirkungs-Regeln
Wenn X, dann folgt Y, weil Z.
2. Komplexe Äquivalenzen
X bedeutet Y und evtl. auch Z. 
Wenn ich nicht so Recht haben kann, dann habe ich mit dem anderen Argument Recht.
Glaubenssätze sind:
  • Themen- und kategoriengebunden, um systemische Vorurteile zu identifizieren und um eigene Machtkonzepte dabei herauszufiltern. Z. B. welche Glaubenssätze haben wir hinsichtlich bestimmter Kategorien wie Bildung, soziale Schicht, Behinderung, sexuelle Orientierung, Nationalitäten … oder eigene Themen wie „Ziele umsetzen“ usw.? Zu vielen Themen gibt es tiefgreifende Methoden wie z. B. die Kraftblume usw.
  • Situationsreframing bei Bedarf (effektives Blitzreframing).
  • Persönlichkeitsfindungs- und -entwicklungsreframing (Change of Being – Empathieleiter, Change History, die logischen Ebenen nach Dilts u. a.)
  • Reframing auf der Strukturebene von Gedanken.
  • Reframing auf der semantischen Ebene von Gedanken, wenn zu viele negative Metakognitionen (multisensorische dysfunktionale Konzepte) im Menschen vorhanden sind.
  • Das Priming verändern durch Hypnoinduktion.
  • u. a.
 
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Verinnerliche folgende Meta-Sätze:

 Ich liebe Reframing.

 Ich bin der Schöpfer im Hier und Jetzt und setze eine neue Ursache und entwickle meine neue Zukunft.
 Auch die Gegensätze des Lebens inspirieren mich.
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2 Gedankenstretching

2.1 Innere Gegensätze erkennen und inkludieren

Inneres Glück ist die Inklusion der entgegengesetzten und divergierenden Ambivalenz- und Inkongruenzkräfte in uns. 

DIES anzuerkennen und anzunehmen, ist das Geheimnis eines erfüllten Lebens und des tiefsten Friedens mit sich selbst und mit seiner Umwelt.

Wenn Menschen ein GleICHgewICHt zwischen ihren drei wichtigsten Überlebenssystemen schaffen (Alarmsystem, Antriebssystem und Fürsorgesystem), dann sind sie ausgeglichener, zufriedener und glücklicher.
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Verinnerliche folgende Meta-Sätze:

 Ich bin bereit, meine Gedanken zu stretchen und sie umzuformen.

 Ich bin fähig, die einschränkende Strategie nach Perfektion loszulassen.
 Ich schreite mit Mut und Begeisterung täglich voran.
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2.2 Haltungsändernde Glaubenssätze und positive Glaubenssätze vermehren
Wir brauchen mehr Persönlichkeitsentwicklung als Fachwissen. Fachwissen ist zwar gut, doch die Persönlichkeitsentwicklung ist das Gewürz. Wer haltungsverändernde Glaubenssätze integriert, kann sein Fachwissen und Methodenwissen in jede Art von Situation gut integrieren.
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Schöne fast zauberhafte Reframinggedanken hat mit seinen Zitaten J. Korczak auch in den dunkelsten Zeiten aufgeschrieben, die uns heute noch selig stimmen. Sei ein Gedankenverzauberer. Wir brauchen mehr Korczaks in dieser Welt.
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3 Training 

3.1 Gedanken verdrehen


 

  1. Wähle einen Gedanken aus, der dir nicht gefällt.
  2. Würdige ihn - das ist der Inklusionsprozess.
  3. Bedanke dich bei allen Gedanken, die kommen und von denen du dich nach und nach lösen willst.
  4. Verdrehe ihn. Mache einen positiveren Gedanken daraus. Dieser ist auch wahr oder unwahr, weil auch der andere wahr oder unwahr ist.
  5. Glaube dem verdrehten Gedanken und du veränderst die ganze Welt in dir und um dich herum. Gestalte einen neuen Glaubenssatz daraus.
  6. Viele Menschen würden sehr viel aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht so sehr damit beschäftigt wären, sie zu vertuschen und zu leugnen.
  7. Verändere den Gedanken Schritt für Schritt. Das heißt: „Ich beginne, mich mit Fehlern auseinanderzusetzen!“
  8. Es ist wichtig, nicht gleich mit dem Reframing zu übertreiben: Ein neuer Glaubenssatz wie „Fehelr machen frei!“ wird nicht sofort passen, da das Unbewusste auf Perfektionismus programmiert ist. Ahh, dir ist gleich aufgefallen, da war ein Fehler! Und, stört es dich, oder schmunzelst du schon?
  9. Freue dich über deinen neuen Glaubenssatz und erzähle auch anderen davon.
  10. Wie kannst du ihn leben? Finde Strategien für den neuen Glaubenssatz und erzähle auch anderen von deinen neuen Strategien.
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Verinnerliche folgende Meta-Sätze:

 Ich bin viel mehr, als ich denke, dass ich bin.

 Ich bin liebevoll mit mir und mit meinen Gedanken.
 Ich lasse andere sein, so wie sie sind. Meine Werte vertrete ich jedoch ausbalanciert, ohne möglichst zu verletzen.
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3.2 Gedanken entzaubern


 

  1. Denke an einen Gedanken, der dir nicht gefällt.
  2. Schicke ihn zu einer guten Fee im Universum. Sie hat die Kompetenz ihn zu entzaubern und ihn neu zu bezaubern.
  3. Schließe die Augen und warte welchen Gedanken, sie dir zurücksendet. Vertraue, dass es ein guter Gedanke für dich sein wird.
  4. Wie kommt der Gedanke zurück?
  5. Du kannst ihn noch jederzeit modifizieren und vergolden.
  6. Wie hört er sich jetzt an?
  7. Wie fühlst du dich mit dem neuen Gedanken?
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3.3 Glaubenssätze kategorisieren


 

  1. Mittlerweile hast du mehr als 10 Glaubenssätze wahrscheinlich aufgeschrieben.
  2. Es wird Zeit, sie zu kategorisieren, dann kannst du passende immer in der richtigen Kategorie ergänzen.
  3. Ich schlage dir einige Kategorien vor, die du benutzen kannst.
  4. Mögliche Kategorien, die du nach deinem Wunsch noch ergänzen kannst: Dankbarkeit; Selbstempathie und Selbstmitgefühl; Empathie und Mitgefühl; Reframing; Resilienz; Glück; Frieden und Harmonie; Gesundheit, Ernährung und Körper; Gewichtsabnahme; Gewichtszunahme; Schlafen; Freiheit; Loslassen, Vergebung und Verzeihen; Wertschätzende und Inklusive Kommunikation; Leben und Lebensfreude; Sicherheit; Vertrauen; Selbstvertrauen und Mut; Fitness und Bewegung; Kraft schöpfen; Ruhe und Entspannung; Fokussierung und Motivation; Persönlichkeitsentwicklung; Zeit; Empowerment; Trauer- und Angstgefühle annehmen; Inklusionsglaubenssätze; Liebe und Beziehung, Familie; Freundschaft; Schönheit; Intuition; Glaube und Universum; Wohlstand und Erfolg; Trainerkompetenzen; Lernen und Wissen; Süchte.
  5. Beispiel zu Süchte: Ich bin stark und widerstehe. Es begeistert mich klar und nüchtern zu sein. Ich befehle und nicht meine Sucht. Ich habe ein gesundes Selbstwertgefühl und einen gesunden Verstand. Ich kann Nein sagen zu meiner Sucht. Ich erkenne erst jetzt, was gut für mich ist. Ich bin ein Sieger und frei. Mein Leben bestimme ich und nicht meine Sucht. Ich lebe verantwortlich. Ich atme frei u.v.a.
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Verinnerliche folgende Meta-Sätze:

 Ich kann sogar meine Gene durch meine Gedankenkraft verändern.

 Ich kann alte Gewohnheiten loslassen und neue anziehen.
 Ich ziehe gerne neue für mich lebensdienliche Gewohnheiten an.
  Positiv zu denken, kann eine neue Gewohnheit für mich werden.
  Ich habe die Verantwortung für mein positives und konstruktives Denken.
  Ich kann und will alte Gewohnheiten mit einschränkendem und negativem Denken los- und seinlassen.
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3.4 Training zu den Meta-Sätzen



  1. Konzipiere für dich weitere Meta-Sätze und Affirmationen.
  2. An welchen möchtest du noch arbeiten, weil sie noch nicht einverleibt sind? Einverleibte Sätze sind Inkantationssätze.
  3. Wie voll ist schon dein Glaubenssatzbuch? 
  4. Hast du schon ein zweites angelegt?
  5. Vielleicht brauchst du bis zum Ende der Ausbildung 3 oder 10? 
  6. Spielt das eine Rolle, wenn du dich hinterher 1000x besser fühlst als vorher?
  7. Wenn du danach mit Leichtigkeit deinen Weg gehst?
  8. Wenn du danach mit Freude einen Online-Kurs gestaltest?
  9. Wenn du danach mit Liebe Seminare gibst mit den Themen, die dich entflammen?
  10. Wenn du danach mit Enthusiasmus anderen Menschen helfen kannst?
  11. Wenn du danach so viele Tools an der Hand hast, dir jederzeit selbst helfen zu können, wenn du merkst, dass du (noch) ein Thema hast?
  12. Denke daran Glaubenssätze in allen Bereiche anzulegen. Denke auch schon in Richtung Selbstständigkeit z. B. mit Affirmationen wie: "Ich helfe gerne anderen Menschen und probiere neue Tools aus."
   Ein Witz zum Schluss als Zusatz und ein Erklärix: Leichen bluten doch.
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Verankere am Ende dieser Lektion noch folgende Meta-Sätze:

 Ich gehe meinen Weg weiter, auch wenn ich nicht alles verstehe.

 Ich erwäge immer, dass auch der andere Recht haben könnte.
 Ich weiß, es könnte immer auch anders sein als gedacht.
  Ich bin perfekt unperfekt und das ist gut so.
  Ich bin o.k., auch wenn ich perfekt unperfekt bin.
  Ich gebe diese Weisheit gerne weiter.
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Literaturverzeichnis

Dilts, Robert (1998): Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit. Höhere Ebenen der NLP-Veränderungsarbeit. S. 43 – ISBN 3873870304.
Chapman, Gary; White, Paul (2013): Die fünf Sprachen der Mitarbeitermotivation. Marburg; Francke Verlag.

Guldenschuh-Fessler, Beate; Fessler, Roman (2018): Glaubenssätze: Ihre persönliche Formel für mehr Glück und Erfolg. Inklusive 2000 Affirmationen aus über 40 Lebensbereichen, sowie 5 Fragebögen zur Selbstreflexion. Bregenz: Verlag Mensch.
Roth, Gerhard (2003): Fühlen, Denken, Handeln – Wie das Gehirn unser Verhalten steuert. Berlin: Suhrkamp Verlag AG.
Seligman, E. P. Martin (2014): Der Glücks-Faktor, Warum Optimisten länger leben. Köln: Bastei Lübbe, Taschenbuch, 10. Auflage.
St. John, Noah (2010): Erfolg ist kein Zufall. Die Erfüllung Ihrer Träume ist nur 7 Schritte entfernt, Ariston, München: aus Kommunikation & Seminar: Oktober 2010, Seite 54 – 55.

www.ksmagazin.de, geöffnet am 02.02.2011.