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Lektion 3 - Altruismus, Selbstachtung und Achtsamkeit
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Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist! Nelsen Mandela
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1 Altruismus und Achtsamkeit

Was ist Altruismus?

Altruismus (lateinisch: alter ‚der Andere‘) bedeutet, den anderen in den Vordergrund zu stellen, ohne selbst zu leiden. 

Ein Altruist ist im Wesentlichen willens, seine eigenen Bedürfnisse zu Kosten anderer einzuschränken, doch im Grunde leidet er nicht darunter, sondern ist erfüllt.

Das Adjektiv „altruistisch“ bedeutet „selbstlos“ und „uneigennützig“. Es ist das Antonym zu egoistisch. Jemand, der altruistisch handelt, opfert seine Mittel im Sinne reiner Menschenliebe auf, um anderen bereitwillig unter die Arme zu greifen. Altruismus kommt aus dem Belohnungssystem.

Auch der vorgetäuschte Altruismus ist keine Seltenheit, deshalb ist es auch sehr schwierig bei den Menschen den wahren Altruismus als keine reziproke Motivation zu erkennen.

Wer anderen Gutes tut und dabei berechnend darauf wartet, dass es eine Gegenleistung gibt, handelt nicht altruistisch, sondern reziprok – was ebenso in Ordnung ist. Erst, wenn der vorgetäuschte Altruismus manipulativ wird, ist er zu hinterfragen und zu konfrontieren.

Wenn jemand also nach langfristiger Reziprozität strebt, dann ist das auch vollkommen in Ordnung, doch die Menschen sollten es dann authentisch auch so von Beginn an benennen. 
Dann weiß der andere Bescheid und kann entscheiden, ob er für die Reziprozität bereit ist.


Auguste Comte, ein franz. Soziologe, 1875, S. 556 bezeichnet Altruismus als „den uneigennützigen Wunsch für andere zu leben.“

Die gegenseitige Abhängigkeit scheint das Grundprinzip zu sein, warum der "selbstlose Altruismus" so wenig vertreten ist, sondern Menschen eher auf den eigennützigen Altruismus abfahren. Jaques Attali sagt in einem Interview am 19. November 2006, dass: "Eigennütziger Altruismus stellt den Übergang zwischen Freiheit und Brüderlichkeit dar." Jeder sollte sein Glück im Glück des anderen finden, nur dann werden wir das Überleben der Zivilisation sicherstellen, argumentiert Attali weiter. "Wir bedürfen des Glücks des Anderen; der Frieden in unserem Erdteil hängt von der Verringerung der Armut in anderen Erdteilen ab."

Der Übergang zu einem echten Altruismus scheint diese langfristige Gegenseitigkeit zu sein. Wie Julius Kuhl sagt: erst wenn das Selbst stark genug ist, kann es transzendieren.

1.1 Gibt es den uneigennützigen Altruismus?

Wer kennt nicht die altruistischen Geschichten? Denke selbst nach, wann du altruistisch warst? Du hast jemandem geholfen, obwohl du keinerlei Hintergedanken hattest, dass dieser jemand etwas zurückgeben soll oder möchte. Ja, es gibt ihn und jeder, der bedingungslose Liebe erfahren hat, kennt ihn. Es sind nicht nur die Alltagsgeschichten, die selbst in Kriegsgebieten unter Feinden davon zeugen, sondern auch im Labortest wurde er nachgewiesen.

Leonard Berkowitz, ein Psychologe, bat eine Gruppe von Probanden, Papierschachteln unter den Augen eines Prüfers zu basteln. Der Hälfte der Probanden wurde jedoch gesagt, dass ihre Leistung auf die Benotung des evaluierten Prüfers Einfluss hätten. Die ersten, die nichts wussten, reagierten spontan und trotz Anonymität handelten sie zum Wohle des Prüfers und bastelten Papierschachteln, obwohl sie ihn niemals wiedersehen würden. Die andere Hälfte hatte die Hoffnung auf bessere Leistung und schrieben die bessere Arbeit und arbeiteten sogar länger. Doch das Verhalten der ersten Gruppe kann nicht auf die Hoffnung nach einer besseren Bewertung zurückgeführt werden, weil sie davon nichts wussten. Auch den Prüfer sehen sie nie wieder. Warum haben sie also Papierschachteln gebastelt, obwohl sie eine Arbeit zu schreiben hatten? Sie wurden darum gebeten, mehr nicht! Sobald eine Leistung ins Spiel kommt, zeigt sich auch bei anderen Tests, dass der Altruismus sinkt. In Amerika sinkt sogar die Blutspende trotz höherer Vergütung als in England, die eine sehr niedrige Vergütung haben. 2 Prozent der Blutspender wollen gar keine Gegenleistung. Was könnte die Erklärung sein? 

Wenn wir wirklich jemand von Herzen etwas schenken wollen, dann empfinden Menschen diese Geste als besonders schön und wollen nichts zurück. Der andere wird das Geschenk, weil es von Herzen kommt, mit noch mehr Freude annehmen können, wenn er spürt, dass der andere nichts erwartet. Denn ein Geschenk aus dem Herzen ist kein Werbegeschenk.

Ärzte ohne Grenzen und viele andere Menschen zeigen ebenso täglich, dass wahrer Altruismus vorhanden ist. Es ist ein Altruismus jenseits von Lob und jenseits von Kritik. 

In seinem Buch "Allumfassende Nächstenliebe" beschreibt Matthieu Ricard, dass der Pater Ceyrac sich 60 Jahre lang um ca. 30.000 vernachlässigte Kinder im Süden Indiens gekümmert hat. Er sagte: "Trotz alledem bin ich von der großen Güte der Menschen berührt, sogar derer, die scheinbar ein versteinertes Herz haben und die Augen vor dem Leid verschließen. Es sind die anderen, all die anderen, die unseren Lebensweg mitprägen und unser Leben mitgestalten. Jeder stellt eine Not dar "im großen Konzert des Universums", wie der Dichter Tagore einmal sagte. Niemand kann sich dem Ruf der Liebe verschließen. Nach einer gewissen Zeit bricht der Widerstand immer zusammen. Ich denke, dass der Mensch seinem Wesen nach gut ist. Man muss das Gute, das Schöne in den Menschen sehen, niemals zerstören, sondern immer die Größe des Menschen suchen, ohne Unterscheidung in Religion, in Kastenzuständigkeit und in Denkweisen."

Stellvertretend für alle Robin Hoods, NGOs (allein in Indien 3 Millionen im Jahr 2009) und Karlheinz Böhms geht es vielen Menschen so. Sie wollen helfen, ohne dass sie etwas zurückerwarten. Das ist so, weil das Gehirn uns in so einer Unterstützungsaktion am meisten belohnt. Er sah bei einem Besuch in Afrika in der Sahelzone, bei dem er sich selbst von einer Krankheit erholte, die Hütte von Hotel-Angestellten. Dort sah er, dass die Einheimischen sich gerade mal den Kopf eines Fisches leisten konnten. Er war tief betroffen und beschloss, zu helfen. In der Sendung „Wetten, dass..?“ bei Thomas Gottschalk wettete er am 16. Mai 1981 dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark oder einen Franken oder für Österreich sieben Schilling für notleidende Menschen spenden würde. Er versprach den Zuschauern, dass er selbst nach Afrika gehen würde, um dort zu helfen, wenn er die Wette verliere. Er gewann zwar die Wette, doch es kamen damals rund 1,7 Millionen DM zusammen. Nach der Sendung flog er mit dem Geld nach Äthiopien. Er gründete am 13. November 1981 die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen". 

Was braucht es, dass Menschen mehr an den Altruismus glauben? Menschen haben einen Fehlerzoom und sie schauen überall, auch wenn es Gutes zu berichten gibt, nach Fehlern. Sie sind nicht bereit, ihren Zynismus loszulassen und sich auf die höhere Stufe des Guten zu begeben. Ja, es gibt den Bettler, der uns noch betrügt. Es gibt die Banalität des Bösen, dass jemand klaut, um zu essen usw., aber es gibt auch die Banalität des Guten, besonders wenn wir uns die vielen Beispiele von Solidarität, Anteilnahme und Engagement zugunsten von anderen bewusst machen. Selbst unter Stasizeiten, haben Stasimitarbeiter ihr Leben riskiert und andere beschützt und falsch dokumentiert, ohne dass sie je eine Gegenleistung erwartet hätten. Es gibt so viel Ehrenamt, weil die Menschen anderen Menschen eine Freude machen wollen. Sie besuchen alte Menschen in Altenheimen oder stellen sich als Großvater und Großmutter zur Verfügung, ohne eine finanzielle Gegenleistung zu erwarten. Es ist die Liebe im Herzen und die Gemeinsamkeit, die den Altruismus trägt.

Altruismus ist eine Entscheidung wie die Geschichte von Chompunut zeigt, eine Thailänderin , die von Matthieu Richard beschrieben wird: Chompunut betreut 1300 gefangene Männer, weil sie weiß, dass die Verhältnisse dort katastrophal sind. Die Gefangenen wissen, dass sie nur da ist, um ihnen zu helfen und respektieren sie. "Jede meiner Gesten lindert ein Leid, und das erfüllt mich in jedem Augenblick mit Zufriedenheit". Darüber hinaus beziehe ich mich noch auf den Tsunami im Jahr 2011. Viele, die vor Ort waren, haben bestätigt, dass es keine Plünderungen gab. Es zeigt sich, dass kulturelles Pflichtbewusstsein, Gemeinschaft und besonders das individuelle Zugehörigkeitsgefühl zu einem sozialen Ganzen dazu beitragen kann, dass besonders in Notsituationen ein kollektiver Altruismus ausbrechen kann.

Die Welt ist voller nicht-altruistischer Handlungen über die man besonders in den Medien spricht. Obwohl die guten altruistischen Nachrichten in einem noch größeren Maß vorhanden sind, wird diese Tatsache oft in den angstbesetzten Nachrichtenbotschaften ignoriert. 

1.2 Der erweiterte Altruismus 

Daniel Batson ist der Ansicht, dass Altruismus sich im Fürsorgeinstinkt der Eltern zeigt. Es ist der Instinkt, sich um die hilflosen Nestflüchter kümmern zu wollen und zu müssen. Doch haben alle Eltern diesen Instinkt? Fakt ist, ohne ihn würden viele Tierarten und auch die Menschen aussterben. Also ist es eher die Ausnahme, wenn Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern können. Doch was ist da passiert, dass sie es nicht tun? Fehlte ihnen die elterliche Liebe? Es scheint, dass alle kognitiven Ausweitungen von Zärtlichkeit und Empathiegefühle aus dem tief verankerten Elterninstinkt entstehen, der aus den Genen kommt. Das wird heute "affektive Empathie" genannt (Max-Planck-Institut in Leipzig, Michale Tomasello, Psychologe). Doch ein Baby interagiert mit vielen Menschen und ist zum Glück nicht nur von dieser "affektiven Empathie" abhängig. Es hat viele Bezugspersonen und "Mütter" und "Väter", die dazu betragen, dass das Kind die "soziale Empathie" und das Mitgefühl lernt.

1.3 Sind Kinder altruistisch?

Im Labor von Paul Bloom an der Yale University zeigten Forscher Babys im Alter von sechs bis zehn Monaten ein Video, in dem eine Holzpuppe mit großen, gut sichtbaren Augen mühsam einen ziemlich steilen Hang hinauf geht. Eine andere Puppe kommt ihr zu Hilfe und schiebt sie von hinten nach oben. Dann taucht eine weitere Puppe auf, die sich auch optisch unterscheidet, und drückt die erste Puppe wieder nach unten, so dass die dann den Hang wieder hinunterpurzelt. Gibt man dann anschließend den Babys die Puppen zur Auswahl, entscheiden sich die meisten Babys für die wohlwollendere Puppe.

Forscher die 26 Kinder zwischen zwei und fünf Jahren 30 Stunden lang mit Videoaufnahmen beobachteten, zählten 1200 soziale Handlungen - dabei war trösten, teilen und viele Kooperationen. Je älter, je größer war auch die Sorge um den anderen, wenn jemand sich weh getan hat. Kinder helfen bis drei Jahren den Eltern spontan bei Alltagsaufgaben. Es ist nicht nur reine Nachahmung, denn sie fragen: Kann ich helfen? Sie helfen nicht nur den Eltern, sondern allen Menschen (wenn sie dürfen). Erst mit fünf Jahren nehmen sie Unterscheidungen vor und helfen bevorzugt ihrer Gruppe, bevor sie Fremden helfen. Doch der Grad der Verletzung ist ebenso entscheidend und wird erst später von den Kindern erkannt.

Kinder erkennen sehr früh, wenn Erwachsene Hilfe brauchen und bieten ihnen diese Hilfe an, wenn sie wissen, wie es geht. Studien zeigen, dass man Altruismus vermitteln kann, wenn man Kindern lobt, wenn sie etwas altruistisches Tun. Es bekommt ein positives Selbstbild und erfahrt sich als "gut" und "lieb". Diese Tendenz wird sich auch später zeigen, auch wenn es nicht immer nur lieb und gut ist. Sagt man zum Kind, es sei "böse", dann neigt das Kind später zu "bösen" Taten. Erwachsene haben also einen starken Einfluss darauf, ob Altruismus sich erweitert oder nicht. Die Neigung zu helfen, scheint angeboren zu sein, denn die Hilfe bei Kindern treten spontan auf, ohne das man sie auffordert, Beziehung mit ihnen eingeht oder sie dafür lobt und anerkennt. Lt. Tomasello treten diese Verhaltensweisen schon sehr früh auf - zwischen vierzehn und sechszehn Monaten - lange bevor Eltern ihre Regeln den Kindern eingetrichtert haben. Ebenso in unterschiedlichen Kulturen treten sie alle zur gleichen Zeit auf. Auch neue Untersuchungen der Psychologen Lara Aknin u. a. weisen darauf hin, dass Zweijährige glücklicher waren, wenn sie anderen etwas zum Naschen angeboten haben, anstatt es selbst zu essen. Jedoch bremsen mit der Zeit soziale Normen den angeborenen und spontanen Altruismus. "Du darfst das nicht teilen!" sagen die Eltern und die Kinder orientieren sich da noch stark nach den Erwachsenen, da sie eine heteronome Moral (Fremdgesetzlichkeit) haben. Siehe Moralentwicklung in Modul 7, in Lektion 2.
 
1.4 Wie kann Altruismus trainiert werden?

"Seid egoistisch, liebt einander." 

Dieser Satz stammt vom Dalai Lama. Er ist die Verschmelzung von Altruismus und Egoismus. Ja, den Egoismus gibt es, denn wir wollen alle überleben, aber wir überleben nur in der Gemeinschaft und am Schönsten mit Altruismus, weil dann jeder den anderen beschenkt. Wenn jeder einen Menschen liebt, dann ist auch jeder geliebt. In einem Dorf kann keiner sich leisten, andere zu beklauen und zu hintergehen, weil er sofort "altruistisch bestraft" wird. Keiner will mehr etwas mit ihm zu tun haben. Das ist auch der Grund, warum Menschen dann doch lieber kooperieren, anstatt zu manipulieren. 

Auch in Laborversuchen wurde es nachgewiesen, dass altruistisches Bestrafen am meisten zur Verhaltensänderung führt. Hat jemand zuvor unfair gespielt, dann wird er von den anderen Mitgliedern ausgeschlossen (altruistisch bestraft). Es wird den Probanden sogar mehr Geld angeboten, um mit ihm weiter zu spielen, doch wenn das Maß voll ist, dann lehnen die Probanden dankend das Geld ab. "Mit so einer unfairen und egoistischen Person, will niemand etwas zu tun haben." Wenn wir wollen, dass auch Unternehmen ihr Verhalten ändern, dann ist es wichtig, dass wir sie altruistisch bestrafen, indem wir keine Produkte mehr von diesem Unternehmen kaufen. Sobald die Kaufkraft zurückgeht, muss sich das Unternehmen eine Alternative suchen. Wenn keiner mehr Plastikteller kauft, gibt es irgendwann die Umweltteller aus gepressten Weinblättern, die zu 100 % Bio sind.

Altruismus kann sich ausbreiten, wenn wir erfahrene soziale Norm- und Wertvorstellungen dahingehend reflektieren, ob sie wirklich unserem Selbst entspringen oder eher unserem kognitiven Ich, das nicht immer von sozialen Werten begleitet ist.
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1.5 Training zum Altruismus




Partnerarbeit: 
  1. Geht zu zweit zusammen. Oder stellt euch jemanden vor.
  2. Nehmt euch vor altruistischer zu sein, indem ihr den Vorsatz zu mehr Altruismus gegenseitig versprecht bzw. bekundet. 
  3. Oder nimm dir in Gedanken vor, deinem Gegenüber altruistisch zu begegnen.
  4. Tut altruistische Dinge und tauscht euch darüber aus. Sendet dem Anderen positive Energie.
  5. Sendet auch anderen Menschen, die es aus eurer Sicht nicht verdient haben, dennoch positive Energie. Probiert es einfach aus, bevor ihr denkt und sagt: "Es geht nicht!"
  6. Altruismus ist nichts gekünsteltes, sondern entsteht aus eurem tiefsten Herzen. 
  7. Wer sein Herz ganz öffnet, erfährt andere Gefühle, als wer sein Herz verschließt. Es ist die Signatur der Ganzheit in dir. Welche Gefühle willst du gerade jenseits der Angst und des emotionalen Schmerzes üben?
  8. Willst du Cortisol in deinem Blut oder lieber Opiate und Oxytocin? Du entscheidest mit, wie du dich fühlst. Du allein kannst deine Gefühlsgewohnheit verändern. Du hast die Macht.
  9. Der Benefit ist enorm groß. Selbst wenn alle Umstände sagen, verschließe dein Herz, ist gerade die Überwindung genau dieses Denkmechanismus elementar wichtig. Geh ins Gegenteil. Öffne dein Herz und nimm wahr, was in dir passiert.
  10. Wisse, wenn Menschen etwas GEBEN, dann heilen sie im Grunde sich selbst. Dies ist eine längst sogar wissenschaftlich bewiesene Tatsache; denn es ist die Emotion der Heilenden, die bei dir selbst ankommt, wenn du gibst.
  11. Wer diese Erfahrung macht, wird sich immer wieder darauf einlassen wollen und können.
  12. Wann hast du das letzte Mal ohne jegliche Erwartung einer Gegenleistung etwas für Freunde oder Fremde getan?
  13. Wie geht es euch damit, wenn ihr es tut?
  14. Heile dich selbst durch die Kraft deiner Gedanken.
  15. Teile deine Erkenntnisse.
 
 
2 Was ist Achtsamkeit? 

„Achtsamkeit beinhaltet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen.“ Jon Kabat-Zinn

Achtsamkeit ist eine Kompetenz und braucht Anleitung und Training (Glaubenssatzänderungen z. B. nach Robert Dilts, RESCUE©-Training – Sempathie-Training, um negative Landminen-Kernüberzeugungen ein für allemal zu entschärfen, die den Menschen das Leben oft zur Hölle machen).

Achtsamkeitstraining hinterlässt eine dauerhafte Markierung im Gehirn. Es verändert den Stoffwechsel der Gehirnschaltungen, die für emotionale Reaktionen verantwortlich sind und reduziert die Aktivität in Schaltungen, die mit Negativität einhergehen. Siehe Sharon, Begley: Neue Gedanken, neues Gehirn: die Wissenschaft der Neuroplastizität beweist, wie unser Bewusstsein das Gehirn verändert, München 2010.

Überdenke auch deinen Medienkonsum. Welche Programme konsumierst du? Wie selektiv benutzt du die Social-Media-Kanäle? Die Bilder, die man dir ungefiltert präsentiert, sind in deinem Kopf. Selektiere dein Umfeld, damit es dich nicht übermannt und du in deinen Gedankenstrudel kommst und dabei deine Achtsamkeit verlierst. Frag dich in vielen Situationen: Was ist dir wirklich wichtig? Ist es jetzt wichtig, diese Nachricht noch bis zum Ende anzuhören, oder möchtest du lieber noch heute für dich eine Atemübung oder eine Glaubenssatzänderung machen? Achte nur mal für eine Minute auf deine Gedanken. Wie sind sie? Wie könntest du sie achtsam umlenken und anders denken? Achtsamkeit ist in jeder Sekunde eine bewusste Entscheidung. Sich des Atmens bewusst zu werden, da dieser immer unbewusst fließt, ist eine Entscheidung. Du überflutest dein Gehirn mit Sauerstoff, wenn du nur fünf Minuten am Tag bewusst trainierst. Sei es dir achtsam wert. 

Achtsamkeit kann mehr als eine Entscheidung werden. Sie kann zu einer Haltung werden. Entwickle eine Achtsamkeit über den Wirkungseffekt deiner Gedanken, deiner inneren und äußeren Sprache und gegenüber deinen Handlungen. Entwickle eine Achtsamkeit über die Auswirkung deiner Gedanken und Handlungen. Wenn du diese Auswirkung nicht möchtest, dann sei achtsam im Hier und Jetzt, WIE du etwas denkst und sagst. Wenn andere über andere lästern, machst du mit? Verzichte auf spitze Bemerkungen, Sarkasmus und Zynismus und destruktive Kritik. Diese Form des Amüsements und Auslebens von negativen Energien hat einen hohen Preis – für dich selbst und für andere. Vermeide bzw. reduziere versteckte verbale Aggressionen, die Schuldgefühle, Demütigung und Beschämung hervorrufen, sondern sage ehrlich-stimmig, was es mit dir macht. Verbreite gute Gefühle bei anderen. Sorge dafür, dass die Menschen in deiner Umgebung lächeln. Nimm dir vor, der Welt ein Lächeln und kein Leid zu hinterlassen.
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2.1 Die Bedeutung der Achtsamkeit

Achtsamkeit ist ein großes Wort. Im Grunde ist Achtsamkeit das Kompetenzzentrum deines Willens. Wer es schafft, seine ganze Willenskraft mit Achtsamkeit auf sein Körperbewusstsein, seine Gedanken, Gefühle und Reaktionsmuster zu lenken, wird sich vieles bewusst werden, was zuvor unbewusst war. Jeder hat die Kompetenz der Achtsamkeit! Schon Babys nehmen sehr achtsam die Welt wahr, um die Bedeutung der Welt verstehen zu lernen. Hätten Babys diese Kompetenz nicht, blieben sie in ihrer Welt einsam und isoliert. Beobachte dich mit deiner kompetenten Achtsamkeit, wie du stehst, wie du gehst, wie du atmest, wie der Klang deiner Stimme für dich und andere klingt, wie du in einzelnen Situationen denkst, fühlst und reagierst. Gerade als Trainer brauchst du diese Kompetenz. Lerne, deine Gedanken zu lesen, zu „sehen“ und zu hören. Hörst du dir selbst zu, wenn du etwas denkst? Hörst du dir mit dem Herzen zu, wenn du etwas fühlst? Legst du dann die Hand auf deine Brust, Bauch, Hals ...?

Dagmar sagte: „Seit ich mich mit mir beschäftige, lese ich überhaupt kein Buch mehr. Ich bin so mit mir selbst beschäftigt, dass mir alles andere gerade unwichtig ist.“ Reflektiere achtsam deine Denkweise. Besonders achtsame Irritationen sind gut, weil diese beweisen, dass Verbindungen im Gehirn neu strukturiert werden. Wer mit Achtsamkeit fokussiert und interozeptiv nach innen schaut, wird innerlich bewusster, sicherer, stärker, freier, stimmiger und authentischer. Es entsteht eine neue achtsame und innere Sicherheit. 

Schalte die Außenwelt gelegentlich aus! Viel zu lange hast du dich in Gedanken schon mit anderen Menschen beschäftigt – oder? Stopp! Jetzt bist du dran. Du bist wichtig! Wichtig ist zunächst, was du denkst und fühlst. Denn sobald du einen guten Zugang zu deinen Gefühlen und Bedürfnissen hast, sie in kurzer Zeit stimmig ablesen kannst, kannst du auch gut sie bei anderen ablesen und passgenau Menschen begleiten, ihre eigenen Gefühle zu fühlen und ihre Bedürfnisse zu lesen.


Ohne diese Kompetenz, kannst du so viel lernen, wie du willst. Du wirst es kaum schaffen, passgenau zu fühlen, was der andere fühlt, um zu spüren, was er von den Abermillionen Bedürfnissen gerade jetzt braucht. 

Deshalb ist es wichtig, herauszufinden, wer du bist und was du fühlst. 

Was ist das Wichtigste in deinem Leben? Finde heraus, was dir am wichtigsten wäre, wenn du z. B. gar nichts mehr hättest – keine Wohnung, kein Geld …? Nimm dir, wenigstens für einen Abend in der Woche, Zeit für deine Achtsamkeit auf deine Gedanken-, Gefühls- und Bedürfniswelt. Solltest du es familiär regeln können, wäre selbstverständlich ein ganzer Tag in der Woche idealer. Der Mehrwert deiner Zeitinvestition für dich wirkt sich um ein Erhebliches gewinnbringender aus.

Du wirst in dieser kontemplativen Zeit deinem wahren Wesen viel näher kommen als ohne diese Zeitinvestition. Was erlaubst du dir alles nicht? Entdecke Barrieren, die dich daran hindern, du selbst zu sein. Richte mit Achtsamkeit den Blick auf dich selbst. Entscheide dich, selbstmitfühlend in dich selbst hinein zu denken, zu sehen, zu hören und zu fühlen. Wer bist du wirklich?

Bist du ein vernunftgeleiteter Mensch (anti-emotional), dann entscheide dich, verstärkt auf dein Gefühl zu hören. Trainiere deine Achtsamkeit darin! Dein Gefühl ist in deinem Körper verstaut und wartet darauf, von dir über den Fokus der Achtsamkeit erforscht zu werden. Solltest du glauben, „keine“ oder nur sehr wenige Gefühle zu fühlen, dann sei gewiss, dass es nur sehr wenig wirklich anti-emotionale Menschen ohne Gefühle gibt. Das sind Menschen mit psychotischen Zügen und diese brauchen dringend eine psychosomatische Therapie. Du jedoch liest vielleicht „sachlich“ oder empathisch diese Zeilen, hast die Intention mehr über dich zu erfahren und Trainer zu werden oder zusätzlich noch etwas zu deinem jetzigen Trainerdasein dazuzulernen. Unabhängig unter welchem Fokus du gerade hier bist, du beschäftigst dich schon damit und deshalb wirst du, wenn du es wirklich willst, auch den Zugang zu deinen Gefühlen und Bedürfnissen öffnen können. Was sagt dein Verstand? Was sagt dein Bauchgefühl? Was spricht dein Herz? Fühl achtsam in einer ruhigen Stunde in deinen Körper hinein. 

Bist du aber das Gegenteil, also zu emotional, dann nimm dir vor, mehr auf deinen Verstand zu hören. Richte deine Achtsamkeit auf das innere Gleichgewicht zwischen Verstand und Gefühl. Höre bewusst auf beides und finde für dich den „richtigen“ inneren Ausgleich. Dein Verstand ist nicht umsonst vorhanden. Wir sind nicht nur das eine und nicht nur das andere. Wäre dies so, dann wären wir diesen ungesunden Extremen ausgeliefert und in unseren Reaktionen oft alles andere als kooperativ-menschlich. So wie Ruth Cohn sagt: Das Herz ist auch nicht weit vom Kopf entfernt und umgekehrt. Wir sind beides und beides ist eins. Die Inklusive Kommunikation ist eine menschliche und keine destruktive Kommunikation. Sie hat die Annahme, dass der Mensch kein destruktives, sondern ein kooperatives, konstruktives, achtsames und altruistisches Wesen ist. Der Mensch ist von Grund auf gut. 

Durch Achtsamkeitsfragen kannst du alte Gewohnheiten in ihren extremen Auswuchtungen identifizieren. Deshalb kreiere zu deinem Lebenskontext passende Fragen und beantworte sie für dich authentisch. In einem nächsten Schritt nimm die für dich gefundene Wahrheit an (Inklusion). Erst dann kannst du diese in lebensbejahende und -bereichernde Glaubenssätze reframen, so dass sich positive Gewohnheiten entwickeln können, die ein inneres Wohlbefinden auslösen. Wer diesen achtsamen und hartnäckigen Willen hat, der wird in diese Richtung nicht nur etwas, sondern seine ganze Energie dafür verwenden. In meinen Einführungsseminaren zur Inklusiven Kommunikation sehe ich den Menschen an, ob sie den Veränderungswillen haben oder ob sie ihn nur proklamieren. Diejenigen welche ihn haben, fragen grundsätzlich nach: „Wie geht es jetzt weiter?“ Der Veränderungswille sollte den Menschen auf der „Stirn“ geschrieben stehen, ansonsten bleibt der Mensch inaktiv. Er tut dann nichts für die Veränderung! Das Unbewusste will oft etwas anderes als das Bewusste. Deshalb muss das Bewusste achtsam sein, um nicht der gegenteiligen Botschaften aus dem Unbewussten ständig zu unterliegen. Die proklamierte Veränderung ist dann zum Scheitern verurteilt. 

Durch folgende Fragen kannst du Achtsamkeit nach innen richten und erste Ideen für deine Lebensfragen entwickeln: „Was fehlt mir, dass ich keinen Willen zur Veränderung habe?“, „Was hindert mich daran, innerlich frei zu sein?“, „Was passiert in mir, wenn ich kein Selbstvertrauen habe?“, „Was passiert in mir, wenn ich Angst habe?“, „Was passiert in mir, wenn ich Sorgen habe?“, „Warum mache ich mir eigentlich Sorgen?“, „Warum übernehme ich Verantwortung für die Gefühle anderer?“, „Warum weigere ich mich, die Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen?“, „Was fehlt mir, weil ich die Schuld immer bei anderen suche (Schuldzuweisungsmuster)?“, „Was fehlt mir, dass ich mich immer schuldig fühle (Selbstverurteilung und Schuldmuster)?“, „Was passiert in mir, wenn ich wütend bin?“, „Warum bin ich eigentlich wütend?“, „Was passiert in mir, wenn ich traurig bin?“, „Was genau macht mich eigentlich traurig, mutlos, ohnmächtig …?“, „Welche Gefühle regen sich noch?“, „Was genau in mir löst eigentlich meine Unzufriedenheit aus?“, „Warum traue ich mir etwas nicht zu (Unzulänglichkeitsmuster)?“, „Was wäre für mich das Gegenteil meiner Unfreiheit?“, „Wie möchte ich gerne sein?“, „Wie wäre ich ohne meine negativen Reaktionsmuster mit den dazu verankerten einschränkenden Glaubenssätzen?“, „Erlaube ich mir überhaupt diese Vorstellung in meinen Gedanken?“, „Was brauche ich, um noch mehr Offenheit zu gewinnen?“, „Was hindert mich, um Unterstützung zu bitten?“, … 


Suche dir drei Fragen aus und lasse dir für die Beantwortung Zeit. Genehmige dir eine Auszeit in der Woche. Erlaube dir mindestens einen ganzen Tag im Monat nur für dich allein! Gönne dir diesen Tag. Gönne dir auch so einen Tag deinem(r) Partner(in). Du wirst erstaunt sein über die Erzählungen und Erkenntnisse. Bringe dich selbst zum staunen. Auch du wirst erstaunt sein, was du nach so einem Tag den anderen zu erzählen hast. Nimm dir also regelmäßig achtsam deinen Freiheitstag. Lass die Welt stehen, sie dreht sich auch ohne dich weiter.
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2.2 Achtsamkeit nach Tich Nhat Hanh mit der Steinemeditation

Nach Tich Nhat Hanh ist Achtsamkeit eine Energie, die wir selbst schaffen können. Sie unterstützt uns, zu erkennen, was im jetzigen Moment gerade geschieht. Trinken wir gerade Tee, können wir uns dessen bewusst sein oder es einfach unbewusst tun. Glück ist, die Dinge bewusst zu erleben und zu tun.
Die Steinemeditation hat er im kalifornischen Santa Barbara bei einem Retreat für Kinder durchgeführt. Hunderte von Kinder und ihre Eltern waren dort und haben sie erlebt.

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2.3 Die sieben Säulen der Selbstachtung

Wer Achtung vor sich selbst hat, dem kann man ganz in Ruhe die Welt überlassen.


Mit Achtsamkeit können Menschen Selbstachtung entwickeln, falls sie ihnen mit der Zeit abhanden gekommen ist. Selbstachtung ist, sich selbst als Mensch wieder achten zu lernen, Vertrauen in die eigenen Kompetenzen zu haben, sich wertvoll zu fühlen und zu sein. Ich lenke meine Achtsamkeit auf das, was ich bin und was ich kann und nicht auf das, was ich nicht bin und auf das was ich nicht kann.

Selbstachtung ist ein Recht auf Achtung, Glück und Freiheit. Es ist Respekt gegenüber sich selbst zu empfinden, um auch Respekt vor anderen empfinden zu können. Menschen entwickeln durch selbstgesetzte achtsame Aufgaben und Herausforderungen, die sie gut bewerkstelligen können, mit der Zeit immer mehr Achtung vor sich selbst, wenn sie in einem liebevollen, sensitiven und bedachten Umfeld aufwachsen. Wer dieses Umfeld nicht hatte, kann durch Achtsamkeit und den Prozess des Selbstmitgefühls Selbstachtung lernen. Deshalb ist das Selbstmitgefühl auch eine Subkomponente von Selbstachtung.

1.  Bewusst und achtsam leben 
Bewusst leben heißt, selbstbewusst zu sein. Es heißt, wach (vigilant) achtsam und aufmerksam der Realität zu begegnen, zu wissen, man fühlt und braucht. Es bedeutet nicht Denkfaulheit, sondern es braucht ein gewisses Maß an Anstrengung, um automatisierte Gewohnheiten zu entlarven und sie loslassen zu können (siehe Gilbert & Choden 2013).

2.  Selbstmitgefühl
Ist die Kompetenz mit sich selbst mitfühlend zu sein und aus dem eigenen Fürsorgesystem zu handeln. Mehr dazu siehe in Modul 1, Lektion 1 und in Heft 2. 

3.  Mitgefühl für andere
Ist die Kompetenz mit anderen mitfühlend zu sein und nicht nur gegenüber der eigenen Inside-Gruppe, sondern allen Menschen auch denen gegenüber, mit denen wir ein „schwieriges“ Verhältnis haben. Mehr dazu siehe in Modul 1, Lektion 2.

4.  Selbstanerkennung 
Dieser Wert betrifft das Tun und Lassen im Alltag. Es bedeutet, im Denken und Handeln nicht in Gegnerschaft zu sich selbst zu sein und zu stehen. Es ist auch die Kompetenz, sich selbst etwas verzeihen zu können, die eigenen Gefühle anzuerkennen, sie zu beobachten und aus ihnen zu lernen und sie willentlich auch regulieren und modifizieren zu können.

5.  Selbstverantwortung

Selbstverantwortung bedeutet, die Bereitschaft zu haben, Verantwortung für das eigene Handeln und für die eigenen Gefühle zu übernehmen. Keine Ausreden zu suchen und anderen gegenüber Schuldzuweisungen zu unterbreiten. Die Verantwortung umfasst, die eigenen Entscheidungen und Werturteile zu erfassen. Verantwortung bedeutet, zu vertrauen, eine Antwort zu finden und zu haben, und es umfasst das Maß an Anstrengung und Engagement bei einer Aufgabe. Ebenso richtet es den Fokus auf die persönlichen Prioritäten, die Zeit-Ökonomie, die Wahl der Ziele, aber auch die Art und Weise, wie wir mit anderen kommunizieren. Selbstverantwortung bedeutet, ein Bewusstsein über die Botschaft der Sprache zu haben, Kontrolle (Selbstregulierung) über das eigene Leben zu übernehmen und sich nicht in Selbstmitleid oder Resignation zu flüchten, sondern einen Ausweg zu finden.

6.  Selbstbehauptung
Selbstbehauptung bedeutet, die Bereitschaft zu haben, offen für die eigenen Interessen und Motive einzustehen und die eigenen Überzeugungen und Meinungen zu vertreten. Es bedeutet auch, die Inanspruchnahme des Raumes, der jedem zusteht, zu berücksichtigen, ohne dabei den Kontext und die Angemessenheit außer Acht zu lassen. Dabei aber auch für die Meinung anderer offen zu sein, selbst wenn diese sich konträr zu unserer darstellt. Es bedeutet, kein Leben im Verborgenen zu führen, sich durchzusetzen und wenn es notwendig ist, auch mal nicht einzulenken, denn nicht immer ist unser „Senf“ gefragt. Es heißt, keine notwendigen Konfrontationen zu vermeiden, jedoch auf Beschwichtigungen einzugehen, wenn es für Einzelne unfair erscheint. Es bedeutet auch, die freundlichen oder unterwürfigen Masken abzulegen und authentisch zu sein. Echtheit vor Nettigkeit.

7.  Das Leben auf Ziele mit Visionskraft ausrichten
Bedeutet, ein Ziel zu haben, einen Weg zu haben, wie auch immer dieser Weg aussieht. Ein Ziel darf auch korrigiert werden, wenn der Weg noch stimmt. Die Verwirklichung von Jahres- oder Lebenszielen sollte nicht dem Zufall oder dem Schicksal überlassen werden. Diese Ziele sollten selbst definiert und möglichst unter Einsatz aller vorhandenen inneren und äußeren Unterstützungskräfte angestrebt werden. Das Ziel hinter dem Ziel finden (warum tust du das, was du tust?) und nicht ständig nach Erklärungen und Ausreden suchen, welche die eigene Passivität oder den Misserfolg kaschiert. Ein Misserfolg gehört auch dazu ... nur wie gehen wir damit um? Lassen wir deshalb unser Ziel aus dem Blick? Oder versuchen wir es einfach mit einer anderen Strategie? Die Wurzel der Selbstachtung ist jedoch nicht der Erfolg an sich, sondern die immer wieder erneuerte Bereitschaft, sich für die selbst definierten, sinnorientierten Ziele einzusetzen, die nicht immer materiell begründet sein müssen. Auch kleine Dinge sind große Dinge.

Schreibe auf, was für dich Selbstachtung bedeutet. Schau dir die Subkomponenten an und ergänze sie.


 Erfinde eine lebendige Aufgabe als Trainer für deine zukünftigen Teilnehmer zu diesen 7 Säulen.
3 Training für mehr Achtsamkeit und Selbstachtung
Es folgen zehn Achtsamkeits- und Selbstachtungsübungen. Du kannst jeweils eine dir pro Tag auswählen. Führe eine Woche lang sieben Übungen hintereinander durch. Achte auf deinen Veränderungsprozess, während du Präsenz, Selbstachtung, Achtsamkeit, Annehmen und kohärentes Atmen trainierst.
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3.1 Die innere Bremse durch Achtsamkeit ziehen





Dieses Training soll die Gedanken-Abwärtsspirale erkennen und bewusst stoppen.
Du kannst entschieden bewusst bei der Abwärtsspirale eine Hand-Bremse ziehen, indem du dich für die Aufwärtsspirale entscheidest.
Wie kannst du eine positive Brücke schlagen? Positive Gedanken sind eine bewusste und achtsame Entscheidung. Doch schlage keine Brücke, wenn der andere nicht auf die andere Seite kommen möchte. Lass los. Auch das ist salutogen. Neue Ressourcen finden und diese aktivieren.


Nach welchen Glückswerten willst du leben, wenn andere dich gerade deiner Meinung nach „ärgern“ und „belasten“? Musst du unbedingt RECHT haben? Was kannst du tun, damit du den anderen so "ertragen" bzw. annehmen / anerkennen kannst, wie er ist? Zur Not eine gesunde Ablenkung finden, die dir Freude macht (Freunde anrufen, joggen …) – jedoch keine Verdrängung und Abschottung. Was kannst du selbst tun, um dem anderen zu vergeben? Wie kannst du denken, um ihm vergeben zu können? Kein Mensch ist unfehlbar. Ich nicht, du nicht und auch derjenige oder diejenige nicht, der / die dir scheinbar, etwas angetan hat. Vielleicht ist es dir passiert, um noch freier zu werden? Vielleicht ist es dir passiert, damit du diesen "Trigger" in dir noch verändern kannst?

Achte auf deine gewohnheitsgemäßen Gedanken und verändere diese durch Achtsamkeit und durch eine gelenkte Aufmerksamkeit. Gib ihnen bewusst eine andere Richtung.

Gedankenbild: Deine gewohnheitsgemäßen Gedanken sind das Flussbett, deine Gefühle der Fluss. Bilde neue Assoziationsketten von Gedanken. Es ist wichtig, innere Erfahrungen wahrzunehmen, ohne sie möglichst zu beurteilen. Das bedeutet: Einen Gedanken nur als einen Gedanken anzuerkennen, ohne emotional zu reagieren. Der Gedanke ist lediglich eine Erscheinung, die gerade im Geist auftaucht. Wie die Wolkenform sich ständig verändert, so verändern sich auch die Gedankenwolken. Die Macht der Achtsamkeit schafft es das BAND der negativen Gedanken, die mit Unwohlgefühlen verbunden sind zu durchtrennen.
  1. Du wirst dir gerade negativer Gedanken bewusst.
  2. Halte kurz inne und bedanke dich bei deinem Unbewussten. Es hatte einen dir unbewussten Grund, dir diese Gedanken zu schicken.
  3. Nimm diesen Gedanken als gegeben und neutral an. Das ist deine neuronale Bremse.
  4. Entscheide dich zu atmen (wende Atemtechniken, die du schon gut beherrschst an) und entscheide dich jetzt für die Aufwärtsspirale deiner Gedanken. Entscheide dich für die Kraft deiner Selbstachtung. Du hast es verdient, dich selbst zu achten.
  5. Welche andere Gedanken kannst, willst und darfst du zulassen.
  6. Atme tief ein und aus, während neue Gedanken kommen oder es tritt eine Stille ein.
  7. Bedanke dich bei dieser Stille und bei allem was kommt.
  8. Jedes Gefühl darf sein und es zieht mit jedem Atemzug weiter ...
  9. Sei achtsam und sage dir: Achtsamkeit ist meine Kompetenz! Achtsamkeit ist meine Haltung. Achtsamkeit ist mein Weg zu mir selbst und zu meiner Selbstachtung. ...
  10. Finde 10 weitere Sätze zum Thema Achtsamkeit und Selbstachtung.
  11. Wie geht es dir mit diesen Sätzen?
  12. Welche Erkenntnisse hast du aus diesem Training erworben?
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3.2 Das Bewertungstraining

 



  1. Achte drei Tage lang darauf, wie oft du dich selbst und andere Menschen negativ bewertest.
    Schreibe diese Gedanken auf. An was machst du es fest, dass dabei deine Selbstachtung etwas verloren geht?
  2. Ordne deine Gedanken in Themen und Kategorien ein.
  3. Ordne auch ein, was dir anhand der Oberfläche aufgefallen ist: Aussehen, Kleidung, Frisur, Auftreten und Erscheinung, Falten, Mimik-Gestik, Körperhaltung, Verhalten ...
  4. Wie genau willst du dir deine Selbstachtung wieder zurückerobern?
  5. Lenke nun verstärkt deine Achtsamkeit auf andere Menschen. Wie reagierst du auf fremde Menschen generell? Misstrauisch oder voller Zuversicht? Bist du eher offen oder verschlossen? Reagierst du eher positiv oder eher negativ? Hast du Achtung vor ihnen, auch wenn sie Fehler machen?
  6. Was kannst du tun, um deine Haltung zu verändern, wenn du sie verändern möchtest?
  7. Wie kannst du lernen den anderen, so anzunehmen, wie er ist? Tatsache ist, dass du den anderen sowieso nicht verändern kannst. Er kann sich nur selbst verändern, wenn er bereit dazu ist.
  8. Wähle ein Format und reframe dich, falls du ein Thema mit jemandem hast oder hole dir Hilfe, um deine Sichtweise anzuschauen.
  9. Sei erst wieder zufrieden, wenn du deine Selbstachtung und die Achtung gegenüber dem anderen zurückgewonnen hast. Sag achtsam zu dir: "Friede sei mit mir!" - "Friede sei mit dir!"
  10. Es lohnt sich täglich, für die Selbstachtung und für die Achtung gegenüber anderen einzustehen. Was willst du täglich dafür tun?
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3.3 Die Feuerübung





Dieses Training kannst du auch mal abends an der Feuerschale oder am Lagerfeuer durchführen oder dir einfach nur eine Kerze anzünden - es muss dafür nicht dunkel sein.

  1. Zünde dir eine Kerze an oder wenn du einen Kamin hast, schaue das Feuer oder die Glut an.
  2. Schaue, auch wenn andere Menschen dabei sind, für ein paar Minuten direkt in das Feuer bzw. schau dir die Glut an.
  3. Beobachte genau. Denke, du bist ein Teil des Feuers oder der Glut.
  4. Wie sieht die Flamme aus? Wie sehen die Flammen des Feuers aus? Wie sieht die Glut aus?
  5. Wie tanzt die Flamme? Wie zittern und bewegen sich die Flammen? Wie knistert die Glut?
  6. Falls deine Gedanken dabei abschweifen, werde dir wieder bewusst, dass deine Aufgabe jetzt ist, die Flamme, das Feuer oder die Glut kennenzulernen.
  7. Konzentriere dich wieder auf die Flamme der Kerze oder auf die Flammen des Feuers bzw. der Glut.
  8. Was lernst du aus diesem Feuertraining?
  9. Spürst du die Flamme auch in dir?
  10. Entscheide dich, sie weiter zu verschenken.
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3.4 Zum allerersten Mal





Viele Aufgaben erledigst du im Schlaf. Such dir nun eine Aufgabe aus, z. B. der Moment des nach Hause Kommens, Kaffee kochen, Schuhe anziehen, Strumpfhose hochziehen,…  die du automatisch täglich erledigst, ohne groß noch darüber nachzudenken.

  1. Lenk nun bewusst deine gesamte Aufmerksamkeit auf diese Alltagshandlung und zwar so, als hättest du sie noch nie durchgeführt. Sei achtsam bei allen kleinsten Schritten dieser automatisierten Handlung.
  2. Was fällt dir auf?
  3. Wie fühlt es sich an?
  4. Was willst du den anderen von deiner Erfahrung berichten.
  5. Was hast du entdeckt, als du wieder zum ersten Mal dein Haus betreten hast?
  6. Wie oft willst du achtsam Alltagsaufgaben erledigen?
  7. Wie schneidest du z. B. die Tomate?
  8. Wie fühlt sich der Tomatenschnitt an?
  9. Wie riechen deine Gewürze?
  10. Was kannst du tun, um mehr den Fokus auf Achtsamkeit zu legen?
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3.5 Achtsames Atmen





Wechsle bewusst die Körperhaltung und setze dich bequem und aufrecht hin. Schließ die Augen, wenn du möchtest. Stell dir ein besonnenes Lächeln vor oder nimm ein leichtes Lächeln wahr, das von außen vielleicht nicht sichtbar, jedoch innerlich für dich angenehm fühlbar ist.
1. Nimm den Atem wahr

Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte ihn nur. Du brauchst den Atem nicht zu steuern oder zu regulieren.
2. Lass den Atem fließen

Lass ihn einfach und sanft fließen. Erlaube deinem Verstand, in den Atem hinein zu sinken. Nimm einen Atemzug nach dem anderen wahr und immer dann, wenn du feststellst, dass du gedanklich abschweifst, hol dir die Aufmerksamkeit wieder sanft zum Atem zurück.
3. Den Atem zählen

Beginne im Rhythmus deines Atems zu zählen. Von 1 bis 10. Konzentrier(e) dich ausschließlich auf das Zählen. Wenn du bei 10 angekommen sind, beginne erneut bei der Zahl 1. Wann immer Gedanken, Bilder oder Gefühle auftauchen, lächle sie bewusst an und lass sie wieder wegziehen. Beginne dann erneut von vorne bei der Zahl 1 zu zählen.
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3.6 Achtsames Stehen




  1. Nimm einen festen Stand ein.
  2. Stell dir vor, deine Beine haben zwei lange Wurzeln bis tief in die Erde hinein - wie ein uralter Baum - und du stehst unbeweglich da. Es weht ein leichter Wind.
  3. Du bist ein Baum, der staunend gehen kann (Ruth Cohn).
  4. Du bist ein Baum, der staunend sehen kann.
  5. Du bist ein Baum, der staunend sogar fühlen kann.
  6. Wie lange kannst du so wie ein tief verwurzelter Baum einfach nur stehen?
  7. Einfach nur stehen.
  8. Gar nichts tun, außer stehen.
  9. Nur stehen.
  10. Mach dir eine Zeitangabe von 5 – 10 Minuten. Was genau ist dein Ziel? Wie lange willst du es versuchen?
  11. Fange jetzt an und du konzentrierst dich nur auf das Stehen und auf deinen Körper.
  12. Atme tief ein und aus dabei ... Du bist ein Baum, der staunend atmen kann.
  13. Wie atmest du?
  14. Wo fühlst du den Atem?
  15. Spürst du, wie der Atem in dir fließt?
  16. Spürst du, beim Einatmen, wie sich dein Baum nach Außen wölbt?
  17. Was fühlst du?
  18. Spürst du deine Haare vielleicht im Wind?
  19. Fühlst du dein Gesicht?
  20. Deine Schultern?
  21. Spürst du deine Arme und Hände? Werden deine Arme / Hände schwerer oder ist das Gefühl immer gleich?
  22. Spürst du deine Beine? Spürst du, wie tief verwurzelt sie mit der Erde sind.
  23. Spüre deine Wurzeln, die staunend in der Erde liegen.
  24. Achte darauf, wie du die ganze Zeit immer wieder so selbstverständlich ein- und ausatmest.
  25. Atme dich.
  26. Fühle dich.
  27. Was machst du mit den Gedanken, wenn sie kommen?
  28. Achte darauf, welche Strategie du hast, sie wieder fortzuschicken?
  29. Dürfen sie da sein?
  30. Dürfen sie sich von alleine in Liebe verabschieden?
  31. Atme Liebe.
  32. Atme dich als Baum.
  33. Öffne nach fünf oder zehn Minuten die Augen und spüre nach, wie es war.
  34. Konntest du deine Gedanken steuern oder haben sie dich gesteuert?
  35. Was lernst du aus diesem Training?
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3.7 Achtsames Gehen





Wie achtsam gehst du?
Du kannst dir vornehmen für einen Tag achtsam zu gehen, wo auch immer du hingehst. In die Küche, in dein Büro, nach draußen …
  1. Wann immer du zu Fuß unterwegs bist, achte auf deinen Gang, auf deinen Körper, auf deine Füße, wie sie den Boden berühren und wie du wieder abhebst.
  2. Spürst du deine Muskeln in den Beinen, wenn du gehst, wenn du die Treppen hoch- oder runtergehst?
    Wie fühlen sich deine Füße an, wenn sie für einen kurzen Moment Bodenhaftung haben?
  3. Setz nun auch ganz bewusst und sehr langsam einen Fuß vor den anderen und bleibe im Gleichgewicht. Gehe langsam 10 Schritte.
  4. Wie ist es jetzt?
  5. Bist du im Gleichgewicht geblieben oder haben deine Knie oder Beine etwas gezittert?
  6. Konntest du dich 10 Schritte darauf einlassen, ohne etwas anderes zu denken?
  7. Hast du vielleicht einen Gegenstand fixiert und gemerkt wie du immer näher kommst und du ihn immer besser wahrnehmen konntest?
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3.8 Achtsames Sehen





Dieses Training kannst du auch im Freien machen.
  1. Such dir einen Gegenstand im Raum oder eine Pflanze / einen Baum / ein Naturphänomen (Wolke) im Freien aus.
  2. Fokussier(e) dich auf den Gegenstand im Raum oder auf das ausgesuchte Naturphänomen im Freien und betrachte es genauer.
  3. Falls du einen Gegenstand / Stein / Pflanze aussuchst kannst du ihn auch ertasten, doch bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei dem Gegenstand. Lass dich nicht von anderen Gegenständen, Geräuschen, Menschen, Flugzeuge, usw. ablenken.
  4. Was hast du deutlicher gesehen, als wenn du nur einen flüchtigen Blick darauf gerichtet hättest?
  5. Was hast du differenziert und wie kannst du dieses Detail in dein Denksystem aufnehmen?
  6. Wie hast du dich dabei gefühlt?
  7. Was lernst du aus diesem Training?
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3.9 Achtsames Hören





  1. Gehe in den Wald, um "Hörbaden" zu praktizieren.
  2. Fokussiere dich auf das Hören, indem du eine Augenbinde anlegst. Setze dich im Wald an einen schönen Platz. Du kannst dich auch entspannt hinlegen.
  3. Atme dreimal ruhig und bewusst ein und aus. Atme tief in deinen Bauch.
  4. Hörst du mehr, als vorher, als du noch die Augen offen hattest?
  5. Lenk deine Aufmerksamkeit ganz bewusst nur auf das Hören.
  6. Gibt es Parallel-Geräusche?
  7. War es auch mal für einen Moment ganz still?
  8. Wie hört sich die Stille in dir an?
  9. Nimm nach einiger Zeit die Augenbinde ab und betrachte die Gegend und höre.
  10. Wie verändern sich die Geräusche - die Stille?
  11. Wie viele Geräusche konntest du identifizieren? War es ein Vogelgeräusch oder war auch das Knistern im Gras zu hören?
  12. Was für Hör-Erkenntnisse nimmst du mit? Vielleicht lässt du dich auch vertrauensvoll von jemandem im Wald umherführen ?
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3.10 Achtsames Spüren





  1. Stelle, setze oder lege dich irgendwo hin.
  2. Atme einige Male tief ein und aus.
  3. Spüre dich bewusst.
  4. Mach das Gefühl noch gigantischer.
  5. Kannst du dich selbst sehen, hören, fühlen?
  6. Wie fühlst du dich, deinen Fokus nur auf dich zu richten?
  7. Erlaubst du es dir?
  8. Niemand ist jetzt wichtig. Nur DU.
  9. Erlaube es dir – JETZT! Tue es JETZT!
  10. Reflektiere, wie es für dich war.
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3.11 Achtsames Miteinander





  1. Suche dir einen Partner aus.
  2. Committet euch 1 – 5 Minuten in die Augen zu schauen.
  3. Schaut euch achtsam in die Augen.
  4. Was passiert in dir?
  5. Welche Gedanken hast du?
  6. Welche Gefühle lösen sich aus?
  7. Was auch immer passiert, sei deiner Gedanken und Gefühle gewahr und bleibe fokussiert dabei, dem anderen wirklich im Herzen begegnen zu wollen mit der Weisheit, dass du dir dabei selbst im Herzen begegnest.
  8. Sprecht nach dem Training über eure Erfahrungen.
  9. Probiere es mit verschiedenen Menschen aus. Was fühlst du bei dem einen und 
    was bei dem anderen? Wovon ist es abhängig?
  10. Wie kannst du es immer weniger von den andere abhängig machen, was du fühlst?
  11. Tausche dich im RESCUE©-Circle aus.
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3.12 Selbstachtung




  1. Sage dir täglich Sätze zur Selbstachtung. 
  2. Schau dir die sieben Säulen an und konzipiere daraus Selbstachtungssätze: "Ich achte mich und meine Gesundheit!", "Ich achte auf meine Gedanken und mein Herz!", "Ich achte auf mein Tun!", "Wenn ich langsamer gehe, achte ich viel mehr auf mich!" ....
  3. Schreibe deine Sätze auf und lese sie so oft wie möglich am Tag.
  4. Lass sie dir vorlesen und spiegeln.
Literaturverzeichnis

Kabat-Zinn, John / Schumacher, Stephan (2020): Achtsamkeit für alle: Weisheit zur Transformation der Welt. Knaur MensSana TB.
Lippmann, Stefan (2010): Die Betrachtung von Altruismus aus verschiedenen Perspektiven: Ein Vergleich ausgewählter anthropologischer und sozialpsychologischer Ansätze. Studienarbeit. Norderstedt: GRIN Verlag.
Ricard, Matthieu (2017): Allumfassende Nächstenliebe: ALTRUISMUS - die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Herausgeber: EditionBlumenau.
Singer, Tania / Ricard, Matthieu (2015): Mitgefühl in der Wirtschaft, Ein bahnbrechender Forschungsbericht. München: Albrecht Knaus Verlag.
Walz, Markus (2017): Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen: Hochsensibel durch den Alltag. Norderstedt: BoD.